Erinnern heißt verändern: Gedenken an die Opfer des rechtsextremen Terroranschlages von Hanau

Demonstration gegen Rassismus, Rechtsextremismus und AfD

Samstag, 17. Februar 2024
Johannes-Rau-Platz – Rathaus Wuppertal Barmen
12:00 Uhr Kundgebung, im Anschluss Demo

Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov

Vor vier Jahren wurden diese neun Menschen von einem Rechtsextremisten in der Stadt Hanau ermordet. Wer rechtsextrem ist, glaubt dass nicht alle Menschen gleich wichtig sind. Wer rechtsextrem ist hasst Menschen die anders sind als er selbst.

Zum Beispiel:

  • Wer eine andere Haut·farbe hat
  • eine Behinderung hat
  • keine Wohnung hat
  • eine andere Meinung hat
  • nicht in Deutschland geboren ist
  • Homosexuell ist
  • wer eine andere Kultur hat

Die Namen der ermordeten Menschen sind wichtig. Ihre Namen erinnern uns daran, dass Rechtsextremisten andere Menschen töten. In den letzten 35 Jahren wurden in Deutschland mindestens 219 Menschen von Rechtsextremisten ermordet. Die Partei AfD und andere Organisationen verbreiten rechtsextreme Vorstellungen. Nicht alle Menschen in Deutschland sind gleichberechtigt geschützt. Das haben wir durch den Anschlag in Hanau und andere rechtsextreme Morde lernen müssen.

Bis heute sind der Anschlag in Hanau und Fehler von der Polizei nicht richtig aufgeklärt. Familienmitglieder und Überlebende fordern deshalb Gerechtigkeit und eine gute Erinnerung an die Ermordeten. Der Täter von Hanau durfte zum Beispiel eine Waffe tragen. Obwohl ihn die Polizei schon länger wegen rechtsextremer Ideen und Gewalt·taten kannte. Der Vater des Täters bedroht bis heute Familienmitglieder der Opfer und Jugendliche in Hanau.

Erinnern heißt, dass man nicht vergessen soll und etwas verändern muss, damit so etwas nicht noch mal passiert. Deshalb müssen wir immer wieder von den Ermordeten erzählen und andere daran erinnern, dass sie Menschen waren. Sie hätten nicht sterben dürfen. Am 17. Februar gibt es in Hanau eine große Demonstration mit den Angehörigen und Überlebenden des Anschlags. In Wuppertal gibt es auch am 17. Februar eine Demonstration. Kommt mit und bringt eure Freunde und Freundinnen, Familien und Nachbarn mit. So können wir gemeinsam gegen rechtsextreme Bedrohung und Gewalt kämpfen. An diesem und jedem anderen Tag auch.

Die Demonstration in Wuppertal wird veranstaltet von einer Gruppe mit dem Namen „Wuppertal stellt sich quer“.